Unser neuer Arcus T – eine Reise von Kalifornien nach Krefeld

Manchmal beginnt ein neues Vereinsflugzeug nicht mit einem Schleppstart, sondern mit einem Langstreckenflug. So war es Ende April, als sich Marco und André im Auftrag des Vereins auf den Weg in die USA machten.

Vom Niederrhein nach Nordkalifornien

Ziel der Reise war das Williams Soaring Center in Kalifornien, wo ein Arcus T zum Verkauf stand, der unser Interesse geweckt hatte. Nach rund 13 Stunden Flug landeten die beiden in San Francisco. Von dort ging es mit dem Mietwagen weiter durch die beeindruckende Landschaft Nordkaliforniens, bis schließlich das Williams Soaring Center erreicht wurde.

San Francisco – auf dem Weg nach Nordkalifornien ließ sich ein Blick auf die Golden Gate Bridge nicht vermeiden.

Dort wartete bereits Rex, der amerikanische Importeur von Alexander-Schleicher-Segelflugzeugen. Durch den intensiven Kontakt im Vorfeld wusste er genau, worum es ging, und hatte alles bestens vorbereitet.

Ein Flugplatz ganz im Zeichen des Segelflugs

Das Williams Soaring Center wird von Rex und seiner Frau betrieben und ist vollständig auf den Segelflug ausgerichtet. Schnell wurde deutlich, dass dort vieles etwas anders organisiert ist als bei uns: Flugzeuge werden von den Eigentümern vorab angemeldet und vom Betreiber startklar gemacht. Während Rex sich um Technik und Organisation kümmert, übernimmt seine Frau morgens unter anderem die ersten F-Schlepps.

Gestartet wird von einer schmalen Asphaltbahn, die als Beschleunigungsstreifen dient. Als Schleppflugzeuge stehen dort zwei Pawnees bereit – ein Bild, das sofort Lust aufs Fliegen macht.

Spaghetti Carbonara und Geschichten über die Fliegerei

Schon am ersten Abend fühlten sich Marco und André herzlich willkommen. Sie übernachteten direkt im Gästehaus am Flugplatz und wurden von Rex und seiner Frau spontan zum Abendessen eingeladen. Bei Spaghetti Carbonara, einem guten Glas Wein und vielen Geschichten über die Fliegerei in Deutschland und den USA verging der Abend wie im Flug.

Marco beschreibt die Atmosphäre heute mit einem Lächeln: „Das war wie eine Szene aus einem Film."

Der Arcus T unter der Lupe

Natürlich stand vor allem der Arcus T im Mittelpunkt. Das Flugzeug war bereits in der Halle aufgebaut und für die Begutachtung vorbereitet. Rollwagen, Werkzeug und Beleuchtung standen bereit, um auch die Sitzschalen ausbauen zu können, damit alle wichtigen Bereiche problemlos kontrolliert werden konnten.

Begutachtung des Arcus T in der Halle des Williams Soaring Centers – Logbücher, Laptop und Werkzeug für die gründliche Prüfung bereit.

Schon nach den ersten Minuten war der positive Eindruck da. Der Arcus war privat geflogen worden, hatte rund 550 Flugstunden und lediglich etwa 100 Starts absolviert. Der Pflegezustand war außergewöhnlich – nichts verbastelt, alles wirkte nahezu wie direkt aus dem Werk.

Während der gesamten Besichtigung wurden Fotos und Informationen nach Krefeld geschickt.

Von San Francisco über Rotterdam nach Krefeld

Gut verpackt im Container trat der Arcus seine Reise nach Deutschland an – vom Hafen San Francisco über den Atlantik nach Rotterdam.

Am 17. Juli 2026 war es dann soweit: Der Container erreichte EDLK. Auf dem Vorfeld wurde er abgeladen – und der Anhänger mit dem Arcus T rollte ins Tageslicht.

Der erste Sitz ließ natürlich nicht lange auf sich warten.

Dank an Marco und André

Mit dem Kauf des Arcus T hat unser Verein nicht nur ein hervorragend erhaltenes Flugzeug gewonnen, sondern auch eine Geschichte, die zeigt, dass hinter einer solchen Anschaffung weit mehr steckt als eine Unterschrift unter einem Kaufvertrag.

Unser herzlicher Dank gilt daher Marco und André, die diese Reise im Namen unseres Vereins auf sich genommen, das Flugzeug mit großer Sorgfalt geprüft und den Kauf erfolgreich zum Abschluss gebracht haben. Ohne ihr Engagement wäre dieses besondere Projekt nicht möglich gewesen.